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Entwicklungsgespräche

Die Kooperation mit Familien hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Dieses ist nicht nur auf die Auswirkungen, die von PISA ausgegangen zurückzuführen, sondern ist vielmehr der Erkenntnis geschuldet, dass die Bildungsbiographien der Kindern sowohl in der Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte als auch in den Familien. Viele tageseinrichtungen für Kinder haben sich deshalb auf den Weg gemacht und intensivieren die Kooperation mit Familien. Auch in einigen Länder geschieht einiges, sei es nun die Einführung von Familienzentran (NRW) oder eine starke Akzentuierung auf Erziehungspartnerschaften (Bayern).

Kooperation setzt neben institutioneller Bereitschaft aber auch individuelle Bereitschaft der pädagogischen Fachkräfte voraus. Eine kooperative Haltung erfordert unter anderem Offenheit, Authentizität, Tranzparenz und Ehrlichkeit. Partizipation von Familien darf somit nicht nur als Wort in Konzepten erscheinen, sondern muss von den pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen umgesetzt werden.

Eine zentrale Funktion im Koopersationsdreieck Einrichtung - Kind - Familie sind die Entwicklungsgespräche. Sie beteiligen alle Gruppen in angemessener Weise am Bildungs- und Erziehungsprozess des Kinder bzw. der Kinder. Entwicklungsgespräche sind ein Ort des gemeinsamen, offen und ehrlichen Austausches zwischen den Beteiligten zum Wohl des Kinder und damit ist sowohl die emotionale, soziale, körperliche, kognitive wie auch sprachliche Entwicklung gemeint.

Damit zwischen Familien und pädagogischen Fachkräfte ein intensiver Austausch über die Entwicklung, Interessen und Wünsche eines Kindes der Entwicklung adäquat stattfinden kann, ist es notwendig regelmäßige Gespräche in einer vertrauensvollen und angenhemen Athmosphäre führen zu können. ebenso ist es wichtig, dass sich sowohl Familien wie auch pädagogische Fachkräfte auf dieses Gespräch vorbereiten können. Für Fachkräfte stehen vielfältige Informationsquellen zur vErfügung (siehe Portfolioarbeit). Familien können durch die Einrichtung angeregt werden sich beispielsweise mit einer Fragensammlung auf dieses Gespräch vorzubereiten.

Ziel der Entwicklungsgespräche ist es nicht sich gegenseitige versäunmisse oder Unzulänglichkeiten vorzuwerfen bzw. zu bescheinigen, sondern im Interesse des Kinder nach Perspektiven, Chancen und Lösungen zu suchen. Gemeinsam definierte Ziele für den Bildungs- und erziehungsprozess sind in Entwicklungsgesprächen nicht nur fromme Wünsche, sondern eine reale Perspektive.

Für die Implementation von Entwicklungsgesprächen als Standard der pädagogischen Arbeit muss sich eine Einrichtung aber als Team auf den Weg machen und gemeinsam eine Umsetzungsstrategie entwicklen. nur wenn alle Teammitglieder sich mit der form der Gespräche idenifizieren können, werden die Ergebnisse der Gespräche auch in die pädagogische Arbeit einfließen können.

 

Zur Vertiefung :

Vortrag in der Cornelsen Akademie am 15.11.2008 in Berlin

 

Bernd Groot-Wilken/ Diplompädagoge  | public@groot-wilken.de