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Beobachten - Dolumentieren- pädagogisch Planen

Optimale Förderung und Begleitung von Kindern in Bildungs- und Erziehungsprozessen ist nicht intuitiv und zufällig möglich. Eine gezielte auf Fähig- und Fertigkeiten, Interessen und Bedürfnisse von Kindern abgestimmte Förderung bedarf einer ebenso gezielten und detaillierten pädagogischen Planung. Dabei müssen Fachkräfte im Planungsprozess auf Wissen über die Kinder und deren Lebenswelt zurückgreifen können. Dieses Wissen über die Kinder kann unterschiedliche Quellen haben, beispielsweise ist durch Gespräche mit Eltern einiges über Kinder zu erfahren. Aber noch viel ergiebiger sind die Beobachtungen und Erfahrungen der Fachkräfte. Diejenigen, die sich bei ihrer pädagogischen Planung nicht an ihren Adressaten orientieren, verpassen die Möglichkeit einer optimalen Förderung und Begleitung.

Einer pädagogischen Planung geht also in der Regel eine Situationsanalyse voraus, die sich im Wesentlichen auf Beobachtungen der Fachkraft bezieht. Damit kommt der Beobachtung eine zentrale Rolle im Bildungs- und Erziehungsgeschehen zu. Die Ergebnisse von Beobachtungsprozessen bilden die Grundlage für eine gezielte pädagogische Förderung und Begleitung sowie für die Gestaltung eines optimalen Lernumfeldes. Beobachtung kann dann kein zufälliges Handeln im Alltag von Fachkräften sein, sondern muss Bestandteil der Konzeption eines professionellen pädagogischen Handelns bzw. Ansatzes sein. Beobachtung ist ebenso wie die pädagogische Planung…

  • kein zufälliges Produkt, das aus dem Alltag resultiert,
  • kein Ergebnis spontaner Ideen oder Inspirationen,
  • nicht abhängig von Jahreszeiten, Festen oder Feiertagen oder
  • nicht das Ergebnis eines Top-down-Prozesses, also eine neue Handlungsweise durch Anweisung des Trägers oder aus der Verpflichtung der Bildungsvereinbarung heraus.

Beobachtung und Planung sind professionelle Handlungskompetenzen, die für eine effiziente und effektive Pädagogik nötige Basiselemente sind.

Dokumentation ist nicht einfach nur die schriftliche Fixierung von Beobachtetem oder Geplantem. Vielmehr wird durch eine gute Dokumentation der individuelle Blickwinkel der Fachkräfte, um die Perspektiven von anderen Beteiligten, wie beispielsweise Kinder und deren Eltern erweitert. Dokumentation ist ein lebendiger und methodenreicher Prozess Geschehnisse und Personen in einer multiperspektivischen und methodenreichen Art über einen langen Zeitraum festzuhalten bzw. zu beschreiben und für die weitere pädagogische Arbeit nutzbar zu machen. Über einen langen Zeitraum ist keine Fachkraft in der Lage sich Details über Kinder, Geschehnisse oder Entwicklungsverläufe angemessen zu merken. Eine geeignete Form der Dokumentation stellt hierbei das Portfolio dar.

 

Bernd Groot-Wilken/ Diplompädagoge  | public@groot-wilken.de